Krav Maga ist ein Selbstverteidigungssystem entwickelt von und für die israelischen Streitkräfte. Das System wurde vom Emrich „Imre“ Lichtenfeld entwickelt, einem Boxer und Ringer, der verschiedene Kampfsportarten zu einem System zusammenfügte. In seiner Heimatstadt Bratislava nahmen die antisemitischen Übergriffe in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts zu und Lichtenfeld begann die Selbstverteidigungsfähigkeiten der jüdischen Bevölkerung zu organisieren. Durch die Erfahrungen im Kampf gegen die Übergriffe des antisemitischen Mobs entwickelte er sein System speziell für die Selbstverteidigung auf der Straße weiter. Nach seiner Flucht aus der Slowakei nach Palästina unterrichtete er die jüdischen Kampfverbände und diente später bis 1964 in der israelischen Armee, IDF.

Krav Maga weist eine Vielzahl an Paralellen zum MMA auf – verschiedene, effektive Techniken werden zu einem System verschmolzen – Schläge, Tritte, Takedowns und Würgegriffe sind zentrale Elemente des Systems. Im Unterschied zu Kampfsportarten ist Krav Maga jedoch ein Selbstverteidigungssystem welches ohne Regelwerk und Wettkampf ausgeübt wird. Techniken für Schläge und Griffe, welche im MMA und anderen Kampfsportarten aufgrund des Verletzungsrisikos verboten sind, sind wichtiger Bestandteil des Krav Maga Systems. Ein Zitat von Imre Lichtenfeld beschreibt das Verhältnis von Kampfsport im Vergleich zu Selbstverteidigungssystemen wir Krav Maga „The leg of a baby is stronger than the balls of Muhamed Ali“.

Krav Maga wird heutzutage von einer Vielzahl von Verbänden, Vereinen und Trainern angeboten und trainiert – die Traininsmethodik und – inhalte sind höchst unterschiedlich und hängen von zahlreichen Faktoren. Grundlegnd kann man jedoch das Krav Maga welches in den Streitkräften trainierte wird (militärisches Krav Maga) von Krav Maga für Zivilpersonen abgrenzen. Das grundlegende System bleibt gleich, die Ausformungen und die Intensität ist in der Regel jedoch unterschiedlich.